So wie in APRS die Amateurfunker anzeigen, wo sie gerade herumfahren, gibt es das Ganze auch für die Schifffahrt und das Weltweit. Hier gibt es im Internet mehrere Anbieter mit unterschiedlichem Konzept, die Schiffsdaten lokal sammeln und im Internet sichtbar machen.
Eines davon ist Marinetraffic. Hier kann jedermann reinsehen und Daten auch liefern, wenn er die notwendige Hardware besitzt. Der Lieferant bekommt nichts dafür, die Nutzung ist aber auch kostenlos. Ein etwas professionelleres Beispiel ist die Firma Vesseltracker aus Hamburg. Die Nutzung ist hier eher von kommerzieller Natur - und kostenpflichtig. Der Vorteil: Die Hardware wird gestellt. Der Standortbetreiber bekommt dafür einen kostenfreien Zugang zu fast allen Diensten -zahlt aber den Strom und stellt einen Internetanschluß zur Verfügung. Vesseltracker bietet einen Probeaccount an. Man sieht allerdings nur die Objekte ohne Namen zeitverzögert und wenige weitere Daten.
Ich habe meinen Standort bei Vesseltracker angeboten. Nach einer Probelieferung von Daten wurde geprüft welche Abdeckung besteht. Nachdem man zufrieden war wurde ein kleiner Vertrag aufgesetzt und die Hardware geliefert. Sie besteht aus einem kleinen Mini-PC mit Flashkarte und einem Dual-Channel AIS Receiver. Die Antenne ist eine CX-4 (1m Länge) für die Frequenz 160 MHz. Sie ist derzeit noch nicht installiert. Derzeit dient noch eine meiner 146 MHz Groundplanes (1,5 Mtr). Der PC ist mit dem Internet verbunden.
Vesseltracker bietet weitere kommerzielle Informationen über die Schiffe im Einzelnen und Häfen weltweit. Die Abdeckung ist zwischenzeitlich so umfangreich, dass Cargo-Unternehmen damit ihre Flotte beobachten. Die AIS Daten, die alle Schiffe > 20 Mtr Länge haben müssen, sind auf UKW nur maximal 40 km empfangbar. Die Lieferung über das Internet an eine zentrale Stelle ermöglicht erst das Ganze.
Warum ich das mache? Ist so ein Splin von mir - ich schaue gerne zu wie die Schiffe ziehen - egal ob auf dem Rhein oder auf dem offenen Meer. Vielleicht ein bisschen Sehnsucht nach der Ferne?
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Donnerstag, 18. August 2011
Sonntag, 1. Mai 2011
Shiffspositionen dekodieren und einspeisen
Das ich mich schon länger mit APRS beschäftige, dürfte bekannt sein. Die Positionsdaten schaut man sich gerne mit APRS.FI an. Aktuell fand ich Hinweise, dass auch der Schiffsverkehr - hier im speziellen auf dem Rhein und Main alle 2-10 Sekunden seine Pos-Daten aussendet. Die Frequenz ist 161.975 und 162.025 MHz. Der Mode ist 9.600 Baud FSK. Wer mal reinhört, hört nichts ausser Rauschen und einem kurzen Zucken des Feldstärkeanzeigers.
Wie aber dekodiert man das Signal? Man braucht einen Empfänger mit Diskriminator-Ausgang. Das Signal ist wohl so breit, dass es durch die Filteraufbereitung des Niederfrequenzweges an einem normalen NF-Ausgang nicht mehr vollständig ist (abgeschnitten).
Ich habe hier einen ICOM IC-7400 Kurzwellen und UKW Transceiver. Im Handbuch fand ich einen Datenausgang, der 9,600 Baud liefern sollte. Ich verdrahtete den NF Ausgang mit der Soundkarte eines PCs mit Win-2000. Als Software kann man sich den AISMON (V 2.2) kostenlos herunter laden. Auf marinetraffic.com kann man mit dem Programm die Daten per UDP Internetkanal einspeisen. Dazu später gleich mehr.
Ich ließ also AISMON laufen und stellte den Pegel des Mikrofoneingangs am Rechner auf Mitte ein (vertikaler Balken) - notfalls die Mikrofon 20dB Anhebung unter "Erweitert" hinzunehmen.
Startet man die Dekodierung, zählte bei mir der Zähler für schlechte Datenpakete hoch. Es war kein einziges gutes dabei. Das Lesen der Anleitung des IC-7400 brachte keine Hinweise. Erst am nächsten Tag stellte ich zufällig fest, dass sich der NF-Bereich gehörmäßig viel breiter anhört, wenn man die FM-Taste länger gedrückt hält und im Display oben ein einsames "D" erscheint.
Nun zählte der Gute-Pakete-Zähler des AISMON plötzlich auch hoch. Allerdings habe ich trotz verschiedener Versuche bei der Einstellungsregelung nur einen 65% Faktor erreicht. Das mag aber daran liegen, dass ich hier einen zu exponierten Standort habe. Ich höre einfach zu viel und die Datenpakete gehen einfach nur deshalb kaputt, weil mehrere gleichzeitig senden.
Um bei Marinetraffic Daten einspeisen zu können muss man unten beim AISMON bei UDP-output noch eine Adresse eintragen: 95.251.168.18:5351
Ab dann geht das Zeugs bei Marinetraffic ein und man kann sich die Daten auf der Weltkarte ansehen (musst halt zoomen). Ich habe mich dann bei MT kostenlos angemeldet und bekam sogar einen eigenen Port zugewiesen unter dem ich jetzt meine Daten sende. Meinen Sendestandort habe ich auch markiert und kann dadurch alle von mir gemeldeten Daten filtern und Statistiken abrufen.
Das war aber noch nicht genug. Ich wollte die Daten jetzt auch bei APRS.FI sehen. Die erschienen aber nicht. Eine Mail an den Service von Marinetraffic wurde unkompliziert beantwortet (Der ist in Griechenland) : Jetzt gehts! Irgendwas haben die geschaltet.
Ab jetzt ist der Rhein-Main Raum durch meine Sendungen abgedeckt - Dank meines IC-7400.
Das geht bei mir natürlich nur an Wochenenden und dann, wenn ich das Gerät nicht für was anderes benötige.
Wem das Spaß machtl, der kann sich extra Geräte kaufen für ab 150 Euro, die keinen Computer brauchen und die Daten direkt ins Internet abdrücken. Ich wollte aber nur mal experimentieren, ob mein IC-7400 das kann. Hartnäckigkeit wurde mal wieder belohnt.
Wie aber dekodiert man das Signal? Man braucht einen Empfänger mit Diskriminator-Ausgang. Das Signal ist wohl so breit, dass es durch die Filteraufbereitung des Niederfrequenzweges an einem normalen NF-Ausgang nicht mehr vollständig ist (abgeschnitten).
Ich habe hier einen ICOM IC-7400 Kurzwellen und UKW Transceiver. Im Handbuch fand ich einen Datenausgang, der 9,600 Baud liefern sollte. Ich verdrahtete den NF Ausgang mit der Soundkarte eines PCs mit Win-2000. Als Software kann man sich den AISMON (V 2.2) kostenlos herunter laden. Auf marinetraffic.com kann man mit dem Programm die Daten per UDP Internetkanal einspeisen. Dazu später gleich mehr.
Ich ließ also AISMON laufen und stellte den Pegel des Mikrofoneingangs am Rechner auf Mitte ein (vertikaler Balken) - notfalls die Mikrofon 20dB Anhebung unter "Erweitert" hinzunehmen.
Startet man die Dekodierung, zählte bei mir der Zähler für schlechte Datenpakete hoch. Es war kein einziges gutes dabei. Das Lesen der Anleitung des IC-7400 brachte keine Hinweise. Erst am nächsten Tag stellte ich zufällig fest, dass sich der NF-Bereich gehörmäßig viel breiter anhört, wenn man die FM-Taste länger gedrückt hält und im Display oben ein einsames "D" erscheint.
Nun zählte der Gute-Pakete-Zähler des AISMON plötzlich auch hoch. Allerdings habe ich trotz verschiedener Versuche bei der Einstellungsregelung nur einen 65% Faktor erreicht. Das mag aber daran liegen, dass ich hier einen zu exponierten Standort habe. Ich höre einfach zu viel und die Datenpakete gehen einfach nur deshalb kaputt, weil mehrere gleichzeitig senden.
Um bei Marinetraffic Daten einspeisen zu können muss man unten beim AISMON bei UDP-output noch eine Adresse eintragen: 95.251.168.18:5351
Ab dann geht das Zeugs bei Marinetraffic ein und man kann sich die Daten auf der Weltkarte ansehen (musst halt zoomen). Ich habe mich dann bei MT kostenlos angemeldet und bekam sogar einen eigenen Port zugewiesen unter dem ich jetzt meine Daten sende. Meinen Sendestandort habe ich auch markiert und kann dadurch alle von mir gemeldeten Daten filtern und Statistiken abrufen.
Das war aber noch nicht genug. Ich wollte die Daten jetzt auch bei APRS.FI sehen. Die erschienen aber nicht. Eine Mail an den Service von Marinetraffic wurde unkompliziert beantwortet (Der ist in Griechenland) : Jetzt gehts! Irgendwas haben die geschaltet.
Ab jetzt ist der Rhein-Main Raum durch meine Sendungen abgedeckt - Dank meines IC-7400.
Das geht bei mir natürlich nur an Wochenenden und dann, wenn ich das Gerät nicht für was anderes benötige.
Wem das Spaß machtl, der kann sich extra Geräte kaufen für ab 150 Euro, die keinen Computer brauchen und die Daten direkt ins Internet abdrücken. Ich wollte aber nur mal experimentieren, ob mein IC-7400 das kann. Hartnäckigkeit wurde mal wieder belohnt.
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